Existenzgründungsberatung: Erfolgreiches Business aufbauen

Solo-Selbstständige: Erfolgreich selbstständig machen

Für Solo-Selbstständige, Freiberufler, Kleinunternehmer und alle Selbstständige kommen hier zahlreiche Tipps, wie du dich erfolgreich selbstständig machen kannst.

Geschäftsidee finden

Um eine erfolgreiche Geschäftidee finden zu können, frage Dich zu Beginn:
Was braucht der Markt? Welches Problem welcher Zielgruppe kannst Du lösen?

Kurz gesagt bedeutet Geschäftsidee, wie, mit wem und womit Geld verdient werden soll.

Die Kernelemente eines erfolgreichen Geschäftsmodells sind:

Kunde (Wer?): Wer sind die Zielkunden?
Nutzenversprechen (Was?): Was bieten wir den Kunden an?
Wertschöpfungskette (Wie?): Wie stellen wir die Leistung her?
Ertragsmechanik (Wert?): Wie wird Wert erzielt?

Stell Dir zu Beginn der Entwicklung Deiner Geschäftsidee folgende 10 Fragen:

  1. Eliminieren: Welche Faktoren, die in der Branche als selbstverständlich betrachtet werden, kannst Du bei Deinem Angebot weglassen?
  2. Reduzieren: Welche Faktoren kannst Du bis weit unter den Branchenstandard reduzieren? Zu viel Leistung ohne eine echte Differenzierung treibn in erster Linie Kosten, Intransparenz und Überforderung des Kunden in die Höhe. Die entscheidende Frage ist: Was braucht der Kunde wirklich?
  3. Steigern: Welche Faktoren Deines Angebotes kannst Du weit über den Branchenstandard heben? Hier optimierst Du Deine Leistung, um Dich erheblich von den anderen zu unterscheiden.
  4. Schaffen: Welche Faktoren, die noch nie in der Branche angeboten wurden, musst Du neu schaffen, damit der Kunde ein gutes Erlebnis und einen hohen Nutzen hat? Suche hier nach Alternativlösungen für die Bedürfnisse Deiner Kunden.
  5. Mission: Welche Kundenbedürfnisse sollen angesprochen werden?
  6. Leistungsangebot: Wie soll die Mission umgesetzt werden? Mit welchem Produkt oder welcher Dienstleistung soll Geld verdient werden?
  7. Relevanz: Welchen Nutzen können die Kunden unmittelbar beim Erwerb der Leistung erwarten?
  8. Wettbewerb: Was unterscheidet das Angebot konkret von der Konkurrenz?
  9. Wertschöpfung: Wie soll das Geld verdient werden? Wie soll das Leistungsangebot bereitgestellt oder produziert werden? Und wie soll es den Kunden erreichen?
  10. Erlösmodell: Mit welchem Preis und über welche Kanäle soll Geld verdient werden?

Du kannst Deine Selbstständigkeit bzw. Deine Soloselbstständigkeit selbst aufbauen, oder zum Beispiel eine Website kaufen oder ein fertiges Business übernehmen. Alle Informationen zu erfolgreichen Geschäftsideen findest Du auch im kostenlosen Online-Kurs Existenzgründung sowie im Beitrag Passives Einkommen.

Freiberufler oder Gewerbetreibender?

Eine Selbständigkeit kann sowohl als Freiberufler als auch Gewerbetreibender ausgeübt werden. Freiberufler haben diverse Vorteile und Erleichterungen in Bezug auf Anmelde- und Kammervorschriften sowie steuerliche Regelungen. Für Solo-Selbstständige ist es daher wichtig zu wissen, zu welcher Kategorie man gehört:

Typisch freiberufliche Tätigkeiten

Allgemein ist zu sagen: Freiberufliche Tätigkeiten beinhalten persönliche, eigenverantwortliche, fachlich unabhängige Dienstleistungen höherer Art im Interesse der Auftraggeber und Allgemeinheit. Sie beruhen auf besonderer beruflicher Qualifikation oder schöpferischer Begabung. Die Grenzen zu gewerblicher Tätigkeit sind jedoch fließend. Der Status der Freiberuflichkeit orientiert sich an den sogenannten Katalogberufen gemäß § 18 Abs. 1 EStG (Einkommensteuergesetz).

Zu den freiberuflichen Tätigkeiten gehören die selbständig ausgeübten wissenschaftlichen, künstlerischen, schriftstellerischen, unterrichtenden oder erzieherischen Tätigkeiten:

  • Heilberufe: Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Heilpraktiker, Krankengymnasten, Hebammen, Heilmasseure, Diplompsychologen,
  • Rechts-, steuer- und wirtschaftsberatende Berufe: Rechtsanwälte, Patentanwälte, Notare, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Steuerbevollmächtigte, beratende Volks- und Betriebswirte, vereidigte Buchprüfer (und Buchrevisoren),
  • Naturwissenschaftliche / technische Berufe: Vermessungsingenieure, Ingenieure, Handelschemiker, Architekten, Lotsen, hauptberufliche Sachverständige,
  • Informationsvermittelnde Berufe / Kulturberufe: Journalisten, Bildberichterstatter, Dolmetscher, Übersetzer (und ähnliche Berufe), Wissenschaftler sowie
  • Künstler, Schriftsteller, Lehrer und Erzieher.

Ein Angehöriger eines freien Berufs ist auch dann freiberuflich tätig, wenn er sich der Mithilfe fachlich vorgebildeter Arbeitskräfte bedient; Voraussetzung ist, dass er auf Grund eigener Fachkenntnisse leitend und eigenverantwortlich tätig wird.

Vorteile für Freiberufler

Freiberufler sind von der Eintragungspflicht beim Gewerbeamt und beim Handelsregister befreit. Du bist nur verpflichtet, Dich beim Finanzamt anzumelden. Du erhältst einen leicht auszufüllenden Fragebogen. Dann bekommst Du innerhalb kurzer Zeit eine Steuernummer, die Du für Deine Rechnungen benötigst. Da für die freiberufliche Tätigkeit selbst bei einer erheblichen Größenordnung nie das Handelsgesetzbuch greift, gibt es diverse Erleichterungen in Melde-, Prüf- und Veröffentlichungspflichten und somit Ersparnisse im Organisationsaufwand. Freiberufler unterliegen nicht der Gewerbeaufsicht. Freiberufler sind nicht Mitglied der Industrie- und Handelskammer und zahlen keine IHK-Beiträge (Industrie- und Handelskammer). Aber einige Freiberufler, z.B. Ärzte, Architekten, Rechtsanwälte und Steuerberater, müssen Mitglied der berufsständischen Kammer sein, um ihre Zulassung zu erhalten.

Freiberufler haben keine Bilanzierungspflicht. Es reicht eine Einnahme-Überschuss-Rechnung. Freiberufler zahlen unabhängig von ihren Einnahmen und Gewinnen keine Gewerbesteuer. Viele Solo-Selbständige, z.B. selbständige Lehrer und Pflegepersonen, Handwerker, Tagesmütter und Hebammen, sind automatisch durch die gesetzliche Rentenversicherung abgesichert.

Aber bitte beachte: Sobald Du für Deine freiberufliche Tätigkeit die Rechtsform einer Kapitalgesellschaft wählst (z.B. GmbH), sind alle genannten Vorteile hinfällig.

Gewerbliche Tätigkeiten

Gemäß § 1 Abs. 1 GewO darf jeder – unabhängig von seiner Qualifikation – ein Gewerbe betreiben. Wenn Du Dich für eine gewerbliche Tätigkeit (Ausnahme Land- und Forstwirtschaft) mit Gewinnerzielungsabsicht entscheidest, benötigst Du einen Gewerbeschein. Diesen erhältst Du als Nachweis Deiner Gewerbeanmeldung von der in Deinem Wohnsitz zuständigen Behörde oder bei der Handelskammer. Du benötigst eine zusätzliche Gewerbeerlaubnis, die von der Handelskammer nach genauer Prüfung erteilt wird, in folgenden Bereichen:

Besonderheiten beim Handwerk

Nach § 1 der Handwerksordnung ist die Handwerksrolleneintragung Voraussetzung für den selbständigen Betrieb eines Handwerks als stehendes Gewerbe. Für die Eintragung in die Handwerksrolle ist die Meisterprüfung oder eine Ausnahmebewilligung notwendig. Eine Eintragung in die Handwerksrolle ist nicht erforderlich, wenn es sich um einen industriellen Betrieb handelt.

Betriebliche Versicherungen

Grundsätzlich bringt der Abschluss einer Versicherung den Komfort, dass bei Auftreten von Schadensfällen die Versicherung die Analyse der Verursachung, der Berechtigung der Schadensersatzansprüche und den Schriftverkehr, ggfs. auch die Vertretung vor Gericht übernimmt. Aber das Wichtigste ist, dass die Versicherung Dich als Solo-Selbstständigen vor finanzieller Überforderung im Schadensfalle schützt. Vor Abschluss einer Versicherung empfehle ich das Einholen von Versicherungsvergleichen.

Welche Betriebsversicherung sinnvoll und zweckmäßig ist, hängt von der Art der Tätigkeit ab. Einige Versicherungen wie Unfallversicherung für Mitarbeiter, Einbruchdiebstahl- und Kfz-Versicherungen sind in jedem Falle notwendig. Ratsam wäre eine Elektronikversicherung zur Abdeckung der Kosten für den Wiedereinsatz von Programmen und die Wiedereingabe der Daten zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes nach einem Virenbefall. Ich empfehle den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung auch im Hinblick auf arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen.

Versicherungen für Solo-Selbstständige und Freiberufler

  • Krankenversicherung
  • Berufshaftpflichtversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • ggf. Einbruchdiebstahlversicherungen
  • Kfz-Versicherungen

Standortwahl

Die Standortwahl hängt von zahlreichen Faktoren ab. Freiberufler oder Unternehmer, die sich für einen Onlineshop entscheiden, können häufig ihre Tätigkeit im Home Office ausüben. Jedoch gibt es auch im Online-Business Standorte, die sich zwecks Kooperationen oder technischer Ausstattung besser eignen als andere. Betreibt ein Einzelhändler ein Ladenlokal, spielen Laufkundschaft, Kaufkraft der Zielgruppe, Verkehrsanbindung, Wettbewerbsdichte im direkten Umfeld, verkehrstechnische Möglichkeiten der Warenanlieferung und Auslieferung eine wichtige Rolle. Im produzierenden Gewerbe kann eine richtige Standortwahl Synergieeffekte bringen. So besteht z.B. inmitten eines Gewerbegebiets die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit ansässigen Unternehmen, die ein spezielles Know-how haben und/oder Kapazität für Sonderanfertigungen zur Verfügung stellen.

Relevante Kriterien der Standortwahl

Bevor Gebäude, Ladenlokale oder Büroräume angemietet werden, sollte eine Standortanalyse durchgeführt werden. Nachfolgend erhältst Du eine Checkliste mit den relevanten Kriterien:

  • Verkehrsanbindung, öffentliche Verkehrsmittel, Park- und Laderaum
  • Erreichbarkeit mit Auto, LKW (wichtig für Lieferanten, Dienstleister, Arbeitnehmer, Kunden)
  • Größe des Standorts
  • behördliche Auflagen
  • Art und Höhe von Investitionen und laufenden Kosten
  • Energieversorgung (Strom, Gas)
  • Mitbewerbersituation rund um den Standort
  • Analyse der umliegenden Firmen bezüglich Forschung und Entwicklung
  • Kooperationsmöglichkeiten mit Unternehmen in der Umgebung
  • Analyse des Einzugsgebietes im Hinblick auf Kundenwünsche und Kundennähe
  • Image des Standortes aus der Sicht von Kunden und Mitarbeitern

Rechtsformen: Die Wahl der richtigen Rechtsform

Wenn Du Dich für eine freiberufliche Tätigkeit als Solo-Selbstständiger entscheidest, kannst Du diese ohne Rechtsform ausüben. Bei Zusammenschlüssen oder Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit solltest Du bzgl. der Rechtsform folgende Aspekte erwägen: Gründungsaufwand, Geschäftszweck, Haftungshöhe, angestrebte Größenordnung, Anzahl der Gesellschafter, Kapitalzufuhr und Möglichkeiten von Unternehmensbeteiligungen.

In Bezug auf die Besteuerung gibt es folgende Unterschiede: Werden bei einer Personengesellschaft die anteilsmäßigen Gewinne im Rahmen der persönlichen Einkommensteuererklärung der Gesellschafter deklariert, unterliegt eine Kapitalgesellschaft (juristische Person) der Körperschaftsteuer. Beziehen die Gesellschafter Dividenden, sind diese als Einkünfte aus Kapitalvermögen zu versteuern – hier greift die Abgeltungssteuer.

Einzelunternehmen

Die Gründung eines Einzelunternehmens erfordert den geringsten formellen Aufwand. Du benötigst keinen Gesellschaftsvertrag, es ist lediglich eine Anmeldung beim Gewerbeamt vorgeschrieben. Der Einzelunternehmer haftet vollumfänglich persönlich mit seinem gesamten Vermögen, dieses kann also im Ernstfall zur Begleichung offener Verbindlichkeiten herangezogen werden.

Personengesellschaften

Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)

Die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts GbR ist ein Zusammenschluss von mindestens 2 Personen, die sich auf die Erreichung eines gemeinsamen Zwecks einigen. Beispiele: Zusammenschluss von Freiberuflern zu einer Arbeitsgemeinschaft oder Sozietät. Ein schriftlicher Gesellschaftervertrag ist bei der GbR nicht notwendig, aber ratsam und oft vom Finanzamt gewünscht, bei dem Du die GbR anmelden musst. Die Anteile können bei einer GbR individuell festgelegt werden, ein bestimmtes Kapital ist nicht notwendig. Allerdings haften die Gesellschafter gemeinsam, uneingeschränkt und individuell mit ihrem Privatvermögen. Eine Haftungsbegrenzung ist lediglich im Innenverhältnis individuell regelbar. Eine GbR führt keine Firma im Sinne des Handels-gesetzes. Sobald Du ein Handelsgewerbe betreibst, wird die GbR zur OHG.

Offene Handelsgesellschaft (OHG)

Bei der OHG schließen sich mehrere natürliche oder juristische Personen zusammen, um unter einer Firma ein gemeinsames Gewerbe zu betreiben. Ein Gesellschaftsvertrag in bestimmter Form sowie ein Mindestkapital sind nicht erforderlich. Die Einlagen können in Geld- und/oder Sachform erbracht werden. Die Gesellschafter sind – soweit nichts anderes bestimmt wird – zur Geschäftsführung berechtigt und verpflichtet. Wird im Gesellschaftsvertrag nur einem Gesellschafter die Geschäftsführung übertragen, sind die übrigen Gesellschafter von der Geschäftsführung ausgeschlossen. Die Gründung einer OHG ist nur sinnvoll bei großem wechselseitigem Vertrauen unter den Gesellschaftern und bei deren Bereitschaft, sich zu einem Wettbewerbsverbot untereinander zu verpflichten. Die Gesellschafter haften gesamtschuldnerisch, und dies ohne Begrenzung nach außen mit ihrem gesamten Vermögen (Privat- und Gesellschaftsvermögen). Neben einer Anmeldung beim Gewerbeamt ist eine Eintragung ins Handelsregister erforderlich. Bei Änderungen (Sitz, Gesellschafter u.a.) müssen sämtliche Gesellschafter die Anmeldung zur Eintragung ins Handelsregister vornehmen.

Zielgruppenanalyse

Bei der Zielgruppendefinition ist die grundlegende Frage: Welche potenziellen Kunden willst Du mit Deinem Angebot ansprechen und wie hoch ist die Kaufkraft dieser zukünftigen Kunden? Wie unterscheidet sich Deine Zielgruppe von den Nicht-Käufern? Durch die Abgrenzung der Zielgruppe ist es dann auch einfacher, die Marktgröße zu erfassen und später eine Umsatz- und Wachstumsprognose aufzustellen. Auch die Ausrichtung Deines Marketings ist von der Definition Deiner Zielgruppe abhängig.

Grundsätzlich bestimmt man zunächst Markt, Marktsegment und eine Nische. Beispiel:
Markt: Gesundheit
Marktsegment: Fitness
Nische: Fitnesstraining für CEOs

Eine professionelle Zielgruppen-Analyse kannst Du z.B. bei „Audience Insights“ im Facebook Business Manager durchführen oder auch mit Twitter Audience Insights oder mit https://www.thinkwithgoogle.com/intl/de-de.

Markt- & Wettbewerbsanalyse

Markt, Zielgruppe, Konkurrenz: In diesem Schritt konzentrierst Du Dich auf die Informationsgewinnung in Form einer systematischen Marktanalyse. Denn: Wer nicht weiß, ob der Markt sein Angebot annimmt, wie gesättigt der Markt für sein Produkt ist, wie groß das Potential ist, wie sich die Branche entwickelt usw., kann keine strategischen marktorientierten Unternehmerentscheidungen treffen. Der Markt muss dabei räumlich und zeitlich begrenzt werden, um diesen analysieren und vergleichen zu können. Die Marktgröße hat dabei die beiden Bestandteile Marktvolumen und Marktpotenzial.

Zur systematischen Marktanalyse wird oft die sogenannte STEP-Analyse (auch bekannt als PEST-Analyse) eingesetzt. STEP ist ein englisches Akronym für Sociological, Technological, Economic and Political Change (zu Deutsch: sozio-kulturell, technologisch, ökonomisch, politisch).

Willst Du in Deine Soloselbstständigkeit von Anbeginn richtig starten und erfolgreich werden? Dann nutze das Gründer-Workbook “Erfolgreich in die Selbstständigkeit – Workbook für Deine gelungene Existenzgründung” mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung von der Idee bis zum Erfolg! Inkl. der wichtigsten Vorlagen in Word und Excel, Checklisten, kostenloser SEO-Optimierung und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung!

Businessplan schreiben

Ein Businessplan ist Deine persönliche Business Map, die Dein Geschäftsvorhaben, Deine Geschäftsidee, Vision, Pläne, Ziele und die notwendigen Mittel beschreibt. Meist wird ein Businessplan für die Bank zwecks Kreditantrag, ein Förderprogramm, die Agentur für Arbeit (z.B. zur Beantragung des Gründungszuschusses sowie dem Einstiegsgeld), einen Investor zwecks Beteiligung oder jemand anderen verfasst. Mit Deinem Businessplan bringst Du Struktur und Orientierung in Dein Gründungsvorhaben. Der Businessplan beschreibt alle kurz- bis mittelfristigen Unternehmensziele und geplanten unternehmerischen Aktivitäten, informiert über die aktuelle und geplante finanzielle Situation.

Inhalte eines professionellen Businessplans:

  1. Executive Summary – Zusammenfassung des Businessplans auf 1 – max. 2 Seiten
  2. Gründerprofil – Warum möchtest Du Dich selbstständig machen? Was qualifiziert Dich?
  3. Geschäftsidee – kurze und prägnante Erläuterung Deiner Geschäftsidee
  4. Geschäftsmodell – auf welche Art und Weise soll Dein Unternehmen Geld verdienen?
  5. Produkt/Dienstleistung – welche Produkte bietest Du mit welchem Kundennutzen an?
  6. Herstellung & Produktion – Produktionsabläufe, Hersteller etc.
  7. Markt, Zielgruppe, Wettbewerb – Beschreibung des Umfelds Deines Gründungsvorhabens, auch Trends, Marktbesonderheiten, Beschreibung Deiner Zielgruppe und Wettbewerber…
  8. Organisationsstruktur – beschreibe hier Rechtsform, Firmensitz, Beteiligungen, Mitarbeiter usw.
  9. Marketing & Vertrieb – beschreibe hier Deine Marketing- und Distributionsstrategie.
  10. Finanzplanung – gehe kurz auf Deine Finanzkalkulation ein, die Du dem Businessplan beifügst.
  11. Ziele & Visionen – Welche Ziele hast Du Dir für Deine Firma gesetzt? Wie siehst Du die Entwicklung Deiner Branche?
  12. Anlagen – Pläne, Skizzen, Dokumente etc.

Finanzplan erstellen

Ein detaillierter Finanzplan bildet die Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Selbststsändigkeit, Der Finanzplan zeigt, ob Deine Geschäftsidee und die zu erwartende Entwicklung des Unternehmens unter den gegebenen Voraussetzungen überhaupt eine erfolgreiche Zukunft haben können. Der Finanzplan besteht zum einen aus einer Kapitalbedarfsermittlung, und zum anderen aus einer Liquiditäts- und Rentabilitätsplanung für die ersten drei Geschäftsjahre. Ein professioneller Finanzplan ist Voraussetzung für die Überzeugung potenzieller Investoren oder Banken.

Der Finanzplan sollte auf eine Dauer von drei Jahren ausgelegt sein. Dieser Zeitraum ist in Bezug auf fixe Kosten und variable Kosten sowie den geplanten Umsatz einigermaßen zuverlässig abzuschätzen. Alle über 3 Jahre hinaus gehenden Planungen tragen das Risiko von hohen Fehleinschätzungen mit folgenreichen Auswirkungen. Beachte jedoch als Existenzgründer, dass Dich der Finanzplan genauso wie der gesamte Businessplan über diesen 3-Jahres-Zeitraum hinaus begleitet. Er dient als unverzichtbares und wertvolles Planungsinstrument, das Du in regelmäßigen Zeitintervallen überprüfen und anpassen solltest.

Im Gründer-Workbook “Erfolgreich in die Selbstständigkeit – Workbook für Deine gelungene Existenzgründung” ist eine professionelle Finanzplanvorlage in Excel inkl. Kapitalbedarfsplan, Rentabilitätsplan, Liquiditätsplan enthalten.

Markenrechte prüfen und sichern

Eine der ersten Themen innerhalb der Gründercoachings ist oft die Frage, wie Selbstständige ihre Geschäftsidee schützen und damit den unternehmerischen Erfolg sichern kann. Tatsächlich kann man sagen, dass das Kommunizieren, Bekanntmachen und der Austausch mit Deiner Zielgruppe sowie mit Investoren und anderen Gründern erfolgversprechender ist, als Deine Idee bis zur Marktreife geheim zu halten. Rein rechtlich gibt es unter dem Stichwort “Gewerbliche Schutzrechte” mehrere Möglichkeiten, wie Du Deine Geschäftsidee schützen kannst, darunter:

  • Anmeldung und Sicherung des Firmennamens
  • Sicherung der Domains
  • Gewerbliche Schutzrechte: Anmeldung von Patent, Gebrauchsmuster, Geschmacksmuster oder einer Marke

Selbststsändig machen: weitere Schritte

Als nächsten musst Du Dir eine professionelle Website erstellen und Deine Corporate Identity (kurz CI) definieren. Willst Du Deine Selbstständigkeit von Anbeginn richtig und erfolgreich machen? Dann nutze das umfangreiche Gründer-Workbook mit einer detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitung von der Idee bis zur erfolgreichen Selbstständigkeit. Inkl. der 5 wichtigsten Vorlagen in Word und Excel, darunter auch ein professioneller Businessplan sowie eine Finanzplanvorlage.