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Entscheidest du dich für die Gründung deines eigenen Unternehmens, stellt sich frühzeitig die Frage nach einem passenden Unternehmenssitz. Viele Betriebe arbeiten heute ohne physischen Standort, hier führst du dein Geschäft bequem von überall aus, wo du einen guten Internetanschluss zur Verfügung hast.

Geschäftsführer mit betrieblichem Standort entscheiden sich in den letzten Jahren immer häufiger für die Inseln Malta, Zypern und Curacao als Firmensitz. Das hat gute Gründe, die wir nachfolgend genauer beleuchten möchten.

Die Glücksspielbranche macht es vor und viele ziehen nach

Locations wie Malta und Co. werden wirtschaftlich durch Glücksspielunternehmen stark gepusht, denn diese haben immer häufiger ihren Sitz auf den Inseln. Dabei spielt es keine Rolle, ob das eigentliche Angebot national oder international zur Verfügung gestellt wird. Ob die beliebten Krypto Casinos Schweiz, Deutschland oder Österreich als Zielort auserkoren haben, hat kaum einen Einfluss auf den eigentlichen Unternehmensstandort. Dieser ist hingegen entscheidend für steuerliche Vorschriften und Lizenzierungen.

Glücksspielunternehmen setzen auf Malta, Curacao und Co., da sie hier nicht nur fair lizenziert werden können, sondern auch von steuerlichen Vorteilen profitieren. Letzteres gilt aber auch für andere Unternehmen. Gründest du und entscheidest dich für Malta und Co. als Firmensitz, wirst du nach dem maltesischen Gesetz besteuert und genau das ist einer der entscheidenden Gründe für die Wahl.

Steuerliche Vorteile und Anreize gehören zu den Hauptgründen

Sowohl Curacao als auch Zypern und Malta bieten deutlich attraktivere steuerliche Rahmenbedingungen als z.B. Deutschland. Die Inselstaaten ermöglichen es dir, deine Steuerlast zu senken.

Der nominale Körperschaftsteuersatz auf Malta liegt bei 35 %. Durch das entwickelte Rückerstattungssystem hast du als ausländischer Unternehmer allerdings die Möglichkeit, deine effektive Steuerlast auf 5 % zu senken. Auf Zypern gilt ein genereller Körperschaftsteuersatz von 12,5 %, zudem profitierst du von Doppelbesteuerungsabkommen, die deine Last weiter senken.

Curacao ist zwar kein Mitglied der EU, bietet aber ähnliche steuerliche Vorteile und punktet durch eine unternehmensfreundliche Steuerpolitik.

Gründen ist in Deutschland zu einem Angstthema geworden, wohingegen es in den Inselstaaten viel einfacher funktioniert. Du brauchst zwar immer noch Kapital und musst bereit sein, auf Risiko zu gehen – der Fiskus nimmt dir aber nicht einen großen Teil deines Geldes schon von Beginn an wieder weg. Gerade in den Anfangszeiten scheitern viele Startups und frische Unternehmen, weil sie die finanzielle Last nicht tragen können.

Die beliebten Inselstaaten setzen auf faire rechtliche Rahmenbedingungen

Die steuerlichen Vorteile sind nicht der einzige Grund, warum Gründer die Inselstaaten immer häufiger bevorzugen. Sowohl Zypern als auch Malta und Curacao haben moderne Gesetzgebungen entwickelt, die speziell auf Unternehmen als Zielgruppe ausgerichtet wurden. So setzt Malta beispielsweise auf einen gut regulierten Markt bei den Finanzdienstleistungen. Das maltesische Rechtssystem basiert auf dem britischen Common Law und ermöglicht damit rechtliche Stabilität für dein neues Unternehmen.

Zypern gehört zur Europäischen Union und unterliegt damit den EU-Regulierungen. Hier ist dein Vorteil, dass du einerseits die Sicherheitsgarantien der EU genießt und andererseits trotzdem viele rechtliche Vorteile für dich und deinen Betrieb nutzen kannst.

Geht es um E-Commerce und internationale Gründungen, ist Curacao besonders beliebt. Der Inselstaat ist steuerrechtlich von keiner anderen Gerichtsbarkeit abhängig, außerdem entwickeln sich Produktmärkte hier erfahrungsgemäß besonders schnell. Am ehesten lassen sich die Gesetze von Curacao mit Liechtenstein vergleichen. Man setzt gezielt darauf, deutsche und internationale Gründer anzulocken, um die Wirtschaft Curacaos anzukurbeln und davon zu profitieren.

Sonderfall Steuerfreiheit in Curacao

Der Staat legt die Steuersätze für Einkünfte aus deinem Unternehmen fest – bei 30 %. Offshore-Unternehmer, deren Firma bereits vor 2002 gegründet wurde, zahlen keine Steuern. Auch Privatunternehmer können unter bestimmten Bedingungen gänzlich von den Steuern befreit werden. Eine der Voraussetzungen ist, dass du ein Unternehmen gründest, dessen Schwerpunkt Bankdienstleistungen, Investitionsdienstleistungen und Darlehensvergabe sind. Darüber hinaus musst du die Steuerfreiheit direkt bei den Behörden vor Ort beantworten. Sitzt nun noch mindestens ein Einwohner der Insel in deinem Verwaltungsrat, kannst du dich von den Steuern befreien lassen.

Geografische Lage bietet sich für Expansionen an

Malta und Zypern haben durch ihre Lage im Mittelmeer den Vorteil einer strategischen Position. Gelegen zwischen dem Nahen Osten, Afrika und Europa wird es dir als Unternehmer leicht gemacht, effizient in verschiedenen Märkten zu operieren. Gleichzeitig genießt du aber die Vorteile der EU-Mitgliedschaft und bist in Sachen Sicherheit geschützt.

Auch Curacao hat mit der Lage in der südlichen Karibik nahe Venezuela eine sehr gute Anbindung an Süd- und Nordamerika. Gründest du ein logistisches Unternehmen, ist die Lage optimal als Hub für internationalen Versand, Handel und Geschäfte.

Fachkräfte sind auf den Inselstaaten Malta, Zypern und Curacao verfügbar

Ein Unternehmen ist nur so gut wie seine Mitarbeiter. Bei der Gründung hast du womöglich nur dich selbst oder vielleicht einen Mitstreiter. Expandiert dein Betrieb und wächst, wirst du dir irgendwann Gedanken über Mitarbeiter machen müssen. Deutschland ist für den Fachkräftemangel berühmt und berüchtigt, qualifizierte Arbeitskräfte findest du hier nur unter erschwerten Bedingungen.

Auf Malta, Zypern und Curacao herrscht ein hoher Bildungsstandard vor und der bietet dir Zugang zu gut ausgebildeten Mitarbeitern.

Die maltesische Bevölkerung ist in weiten Teilen mehrsprachig, fließendes Englisch gehört hier zum Standard. Vielerorts werden auch andere europäische Sprachen gesprochen. Auch auf Zypern ist Englisch eine der wichtigsten Sprachen, es wird aber auch Griechisch gesprochen. Curacao ist die Wundertüte in Sachen sprachlicher Vielfalt – die Bevölkerung spricht Niederländisch, Papiamento, Spanisch und Englisch. Die Sprachenvielfalt macht dir die Kommunikation und Abwicklung im Geschäft deutlich leichter.

Infrastruktur und digitale Vernetzung auf hohem Niveau

Als Gründer ist eine gut entwickelte Infrastruktur dein Must-Have. Alle drei Inselstaaten haben in den letzten Jahren erheblich in ihre Infrastruktur investiert. Damit zielte man darauf, den Anforderungen internationaler Unternehmen gerecht zu werden. Maltas Telekommunikationsinfrastruktur bietet dir die Möglichkeit, stabile Online-Verbindungen einzurichten und dich weltweit zu vernetzen.

Zypern punktet durch hochwertige IT-Dienstleistungen, moderne Bürokomplexe bei geringen Mietkosten und eine Top-Verkehrsanbindung für Mobilität.

Auf Curacao sind die Investitionen insbesondere in den Ausbau der digitalen Infrastruktur geflossen. Ein weiterer Grund, warum die karibische Insel für E-Commerce-Unternehmen so wichtig ist. Die Internetverbindungen sind stabil, Telekommunikationsdienstleistungen ermöglichen den globalen Geschäftsverkehr.

Fazit: Viele Gründe sprechen für Malta, Zypern und Curacao als Gründungsstätte

Die obigen Gründe zeigen klar, warum sich so viele Unternehmen für Malta und Co. als Firmensitz entscheiden. Bei physischer Präsenz vor Ort kommt eine hohe Lebensqualität hinzu. Das Klima auf den Inseln ist angenehm und die Umgebung gilt als sicher. Das ist nicht nur für dich als Gründer wichtig, sondern auch ein spannendes Argument bei der Suche nach neuen Mitarbeitern.