Venture Capital -
Unternehmensgründung: Die richtigen Investoren finden

Liste der erfolgreichsten Investoren

In Kürze findest Du hier eine Liste der größten und erfolgreichsten Investoren weltweit, die in Startups investieren.

Unternehmensbeteiligung – Kapital für Dein Startup finden

Wer ein Startup gründen oder in die Selbstständigkeit starten möchte, der braucht häufig dazu das nötige Kapital und muss hierfür nicht selten den richtigen Investoren finden. Neben Eigenkapital, Finanzierung durch Bootstrapping, Friends & Family, Fördermittel, Leasingfinanzierung, Darlehen bei Banken, Crowdinvesting, gibt es auch die Möglichkeit, die richtigen Investoren zu finden. Wer eine Finanzierungüber eine Investorenbeteiligung anstrebt, der sollte sich zu Beginn seiner Investorensuche folgende Fragen stellen:

– Wie hoch ist mein Eigenkapital?
– Benötige ich eine Verstärkung meines Eigenkapitals?
– Bin ich bereit, Anteile an meinem Unternehmen abzugeben?
– Bin ich bereit und fähig, mich hinsichtlich meiner Geschäftsidee und Zielsetzung mit einem Investor abzustimmen?
– Bin ich bereit und fähig, mich im operativen Geschäft mit einem Investor abzustimmen?
– Bin ich bereit, den Schwerpunkt meines unternehmerischen Tuns auf schnelles Wachstum und Rendite zu legen?
– Bin ich bereit, die Zielsetzung meines Unternehmens in einem Unternehmensverkauf zu sehen?

Diese und andere Fragen sind richtig zu beantworten, bevor Du einen Investor finden möchtest. Einer der wichtigsten Grundregeln beim Investoren finden ist die Tatsache, dass man in aller Regel auch Eigenkapital (meist zwischen 20 – 30%) mit einbringen muss. Dies ist beispielsweise hierdurch möglich:

Eigenkapitaleinlage
nachrangiges Gesellschafterdarlehnen
Friends & Family
Darlehen
Fördergelder

Gründungsphasen

Die Phase Deiner Gründung bzw. der Selbständigkeit ist ein wesentlicher Bestimmungsfaktor bei der Investorensuche. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen diesen Gründungsphasen:

Early Stage-Phase

Diese gliedert sich in:

  • Pre-Seed(Vorgründungsphase)
  • Seed Phase(Gründung)
  • Startup Phase(Auf- und Ausbau der Organisation)
  • First Stage(Start der operativen Geschäftstätigkeit)

In der Pre-Seed Phase, in der Umsätze und konkrete Geschäftszahlen fehlen, sind folgende Kriterien maßgebend:

  • Gründer, Team
  • USP
  • Geschäftsidee
  • Businessmodell
  • Markt
  • Wettbewerber
  • Barrieren Markteintritt und -Erschließung
  • Marketing, Vertrieb
  • Höhe des erforderlichen Investitionsvolumens

In der Pre-Seed- und Seed Phase stehen zur Finanzierung in Ermangelung eines bereits erprobten Geschäftskonzepts Banken selten zur Verfügung. Du solltest Ausschau halten nach sogenannten Business Angels, Privatinvestoren (erfahrene Unternehmer oder leitende Angestellte mit Managementerfahrung), die Gründer bei Umsetzung ihres Vorhabens rundum unterstützen.

Angel Investor und Business AngelsBusiness Angels / Angel Investors

Die Unterstützung durch Business Angelserfolgt in sämtlichen Bereichen durch Beratung, Zurverfügungstellung von Know-how, Schaffung von Kontakten bis hin zur Kapitalbeteiligung. Da in der Frühphase das Geschäfts- und damit Ausfallrisiko sehr hoch ist, verlangen Business Angels eine Beteiligung am Unternehmen von durchschnittlich 20 – 30 Prozent. Ihr Investitionskapitalbeträgt im Durchschnitt 25.000 bis 150.000 Euro. Nach ca. 4 – 7 Jahren wird die Beteiligung in der Regel veräußert. In der Seed Phase übernehmen Business Angels bzw. Angel Investorenhäufig eine aktive Rolle im Gründungsunternehmen und ziehen sich in späteren Phasen auf Beirats- und Aufsichtsratsfunktionen zurück.

Die erste Wahl der Business Angels ist: Offene Beteiligung

Die offene Beteiligung ist eine im Handelsregister veröffentlichte Einlage einer natürlichen oder juristischen Person. In der Early Stage Phase kann sie im Rahmen einer Kapitalerhöhung erfolgen. Der Beteiligungsgeber erwirbt Kapital- und Gesellschaftsanteile mit Beteiligung an Gewinnen, Verlusten und Wertsteigerungen des Unternehmens. Der Investor erhält Informations- und Mitspracherechte. Diese steigen mit Erhöhung der Beteiligung. Die Rechte und Pflichten werden in Gesellschaftsvertrag bzw. Satzung geregelt. Um der Gefahr einer Entmachtung vorzubeugen, sollten Beteiligungsquoten ab 25 Prozent mit Vorsicht betrachtet werden. Die Dauer einer offenen Beteiligung ist frei wählbar, meistens ist sie gekoppelt an ein gesetztes Ziel. Ist dieses erreicht, werden die Anteile verkauft an andere Gesellschafter oder Investoren oder bei einer AG an der Börse.

Typische stille Beteiligung

In seltenen Fällen erhalten die Business Angels eine stille Beteiligung. Hier beteiligt sich eine natürliche oder juristische Person mit einer nicht veröffentlichten Einlage. Der Beteiligte ist mit einer bestimmten Quote am Gewinn und bis zur Höhe seiner Einlage am Verlust beteiligt. Im Falle einer Insolvenz ist er Gläubiger. Ein Mitspracherecht ist nicht vorgesehen, Kontrollrechte hat er allenfalls wie ein Kommanditist.

Business Angel finden

Business Angels sind häufig in einem Netzwerk organisiert, das den Vorteil einer Kumulierung von Know-how, Kapital und Kontakten hat. Es gibt in Deutschland ca. 40 regionale Netzwerke und einen übergeordneten Dachverband: http://www.business-angels.de

Venture Capital (VC)

Venture Capital Gesellschaften (VC) sind im Gegensatz zu den Business Angels keine Privatpersonen, sondern meistens Investmentfonds, hinter denen Versicherungen, Privatinvestoren und Pensionsfonds stehen. Sie beteiligen sich für 5 – 7 Jahre an privatwirtschaftlichen Unternehmen, deren Anteile nicht an der Börse gehandelt werden, vorwiegend an innovativen und Technologie-orientierten Wachstumsunternehmen. Ihre Beteiligungsquote beträgt in der Regel 20 – 35 Prozent. Die Beteiligung hat primär Eigenkapitalcharakter. Neben vollhaftendem Eigenkapital sind auch Mezzanine-Kapital und Wandelanleihen mögliche Finanzierungsformen. Die VCG bringen nicht selten über das Kapital hinaus ihr sogenanntes smart capital ein (Know-how, Management-Erfahrungen, Kontakte, Netzwerk). Als Gegenleistung werden ihnen Informations-, Kontroll- und Mitspracherechte eingeräumt. Häufig werden die Finanzmittel stufen- oder phasenweise bereitgestellt, das heißt immer dann, wenn bestimmte vereinbarte Schritte erreicht wurden. Die Handlungsspielräume der Unternehmensgründer und der Venture Capital Geber sollten exakt vertraglich geregelt werden. Ich empfehle in jedem Falle eine professionelle Beratung. Motiv und Ziel der VCG sind nicht Dividenden- und/oder Zinseinnahmen, sondern Gewinne beim Verkauf (Exit) der Beteiligung aufgrund einer Wertsteigerung des Unternehmens. Wenn Dein Ziel ein langlebiges Familienunternehmen ist, solltest Du darauf achten, dass Dir das Recht bzw. die Option auf Rückkauf der Venture Capital-Anteile eingeräumt wird. Die Venture Capital Gesellschaft favorisiert die Buy Back Transaktion nicht, weil Du den Exit-Preis möglichst niedrig halten möchtest, zumal Du diesen wahrscheinlich mit Fremdkapital finanzieren musst. Für die VCG ist beim Exit die 1. Wahl ein Gang an die Börse (IPO). Die 2. Wahl ist der Verkauf der Beteiligung an Unternehmen derselben Branche. Diese Unternehmen kaufen aus strategischem Interesse (Trade Sale) und sind bereit, einen Mehrpreis zu zahlen.

Private Equity (PE)

Die Late Stage Phase umfasst den Zeitraum der Vorbereitung des Unternehmens auf den Exit von Anteilseignern. Das Unternehmen benötigt eine Überbrückungsfinanzierung (bridge financing). Zum einen ist ein Börsengang eine Exit-Möglichkeit, zum anderen ist eine Private Equity Beteiligung(PE), d.h. eine außerbörsliche Beteiligung, eine zweckmäßige Überbrückungsfinanzierung. Die PE – Haltedauer ist 3 – 5 Jahre. Das Risiko der PE ist geringer als das der VCG; denn die PE sucht gezielt etablierte Unternehmen, die eine günstige Relation zwischen Rendite und Risiko aufweisen. Im Gegensatz zur Venture Capital Gesellschaft hält die Private Equity Gesellschaft den Fremdkapitalanteil zwecks Renditesteigerung bewusst hoch (leveraged buyout). Wenn das vorhandene Management die Mehrheit der Unternehmensanteile kauft (management buyout), stellen Private Equity Firmen häufig die nötigen Finanzmittel den Managern zur Verfügung.

Crowdinvesting-Plattformen

Beispiele großer Crowdinvesting-Plattformen in Deutschland sind:

https://www.kickstarter.com

https://www.seedmatch.de

https://www.startnext.com

https://www.indiegogo.com

https://www.companisto.com

https://www.innovestment.de

https://www.fundsters.de

https://www.deutsche-mikroinvest.de

https://www.conda.de

https://de.bergfuerst.com

Das Ergebnis von Studien, Recherchen und Analysen erfolgreicher Start-ups ist so überraschend wie klar – und wird auch bestätigt durch zahlreichen Experteninterviews: Persönlichkeiten, nicht Fähigkeiten entscheiden in erster Linie über unternehmerischen Erfolg. Entscheidend für Deinen unternehmerischen Erfolg ist, dass Deine Fähigkeiten, Motive und Talenten zu Deinen beruflichen Aufgaben passen. Finde heraus, was für ein Gründer- und Unternehmertyp Du bist, welches Arbeitsumfeld Du brauchst und mit welchem Führungsstil Du erfolgreich wirst.

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